Sonntag, 22. September 2013

Testfahrt als Horrortripp: Mit CAR2GO ins Nirwana

Knapp 20 Euro ärmer, rund 18 Kilometer vom Ziel entfernt und zwei Stunden verloren - das ist das Fazit meines ersten Versuches CAR2GO zu nutzen. Mit innovativen Mobilitätskonzepten hat das nichts zu tun, sondern ist nur eine echte Katastrophe. Ein absolutes CARnoGo!

Dabei hatte ich mich wirklich auf die erste Erfahrung mit dem kleinen Flitzern zum Mitnehmen echt gefreut. Sich einfach ein Auto zu nehmen, wenn man eines braucht, gefiel als Idee sehr gut. Als Düsseldorfer war ich nach langer Zeit mal wieder in Berlin. Nach dem Besuch von Freunden am Gesundbrunnen im Wedding, dachte ich, es wäre eine gute Gelegenheit CAR2GO für die knapp 4,5 km bis zu meine Hotel in Mitte zu nutzen. Es war 21 Uhr, der nächste freie Wagen war laut App rund 470 m von meinem Standort entfernt. Die Reservierung und das Öffnen des Autos hat gut geklappt und ich war schon begeistert.

Da bisher noch keinen Smart gefahren habe, musste ich mich mit dem Fahrzeug erst ein bisschen vertraut machen. Zieladresse in die Navi eingegeben, Route wird berechnet und los geht's. Anfänglich bin ich einmal nicht abgebogen, weil ich die Navigation aus Versehen stumm geschaltet habe und den Hinweis zum Abbiegen nicht hören konnte. Ton wieder an, Fahrzeit neuberechnet - nun natürlich ein bisschen länger, denn ich war ja falsch abgebogen. Die Fahrzeit betrug nun über 30 Minuten. Da hätte man natürlich stutzig werden können, aber man ist ja nicht von hier und fährt deswegen auch mit Navigation.

Irgendwann war ich der Meinung, dass ich viel zu weit in den Westen fahren würde. Also ran an den Straßenrand, Ziel der Navigaton kontrolliert und sicherheitshalber erneut eingegeben. Die Fahrtzeit verändert sich nicht merklich und es geht weiter westwärts. Auf einmal schreckt mich eine Aussage der Navigation auf: "Achtung, Sie verlassen nun das Tarifgebiet." Wie kann das sein? Endet das Tarifgebiet zwischen Wedding und Mitte? Im alten Todesstreifen?

Die Navi zeigt "Daumstraße" - keine Ahnung, wo das sein soll, aber wohl nicht mehr im Tarifgebiet. Da nun über 45 Minuten vergangen sind, seit ich das Auto geöffnet habe, rufe ich die Hotline ein, weil ich mir Rat und Unterstützung für 0,49 Euro pro angefangener Minute aus dem Mobilnetz und erhoffe. Immer wenn dort abgenommen wird, pfeift es unglaublich laut in meiner Ohr. Es tut weh. Ein Dialog ist nicht möglich. Das wiederholt sich bei jedem Versuch! Ab dann nimmt niemand mehr ab, wenn ich die Hotlinenummer wähle - diese Hotline bleibt kalt!

Ich möchte diese Geisterfahrt nur noch beenden! Ich wende den Wagen, bis mir nach gut fünf Minuten gesagt wird, ich wäre wieder im Tarifgebiet. Jetzt darf ich den Wagen abstellen. Als vor mir die U-Bahnstation "Haselhorst" auftaucht, parke ich den Wagen am Fahrbahnrand. An der Hotline erreiche ich weiterhin niemanden.

Es ist inzwischen 22.15 Uhr und ich stelle fest, dass ich fast in Spandau bin - Berlin-Mitte ist das nicht. Die BVG kostet mich noch mal 2,60 Euro, was aber gemessen an meinen bisherigen Kosten, die ich mit CAR2GO versenkt habe ohne mein Ziel zu erreichen verhältnismäßig günstig ist. In der U-Bahn erreiche ich endlich jemanden an der Hotline, aber es rattert so, dass wir einander nicht verstehen können.

Gegen 23 Uhr bin ich dann endlich im Hotel. Jetzt habe ich Ruhe und rufe die Hotline an. Nach mehreren Versuchen, bei denen das Kingeln nach langer Zeit einfach eingestellt wurde erreiche ich jemanden. Meine gesammte, angestaute Frustration entlädt sich auf den - zugegeben unschuldige - Hotline-Mitarbeiter. Die 2.94 Euro für die sechs Minuten à 0,49 Euro mit Fluchen und Geschimpfe gehen gerne auf mich - es war mir sogar ein Vergnügen - aber den Rest des Abends möchte ich ehrlich gesagt, nicht bezahlen müssen. Es war auch so schon teuer Lehrgeld!

Dienstag, 17. September 2013

20x Web2.0: "The Big Five" of Socia Media

Listen gibt es überall und für alles. Recht bekannt sind die "Big Five" - die fünf großen Tiere Afrikas, die man auf jeder Safari gesehen haben muss, um überhaupt sagen zu können, dass man auf Safari war.

Bei den afrikanischen Wildtieren sind das:
  • der afrikanische Elefant
  • das Spitzmaulnashorn
  • der afrikanische Büffel
  • der Löwe
  • und der Leopard

Bei den Tieren Alaskas und Nordamerikas gehen die Meinungen bereits auseinander und eine vergleichbare Liste Europas ist mir nicht bekannt. Aber wenn es eine gäbe, wären bestimmt Luchs, Braunbär und Wolf darauf.

Bei Social Media sehe ich folgende Liste als "Big Five":
  • Facebook (Elefant)
  • Twitter (Löwe)
  • Google+ (Spitzmaulnashorn)
  • Pinterest (Leopard)
  • Foursquare (Büffel)
Wobei diese Zuordnung nicht unbedingt, den strengsten Kriterien folgt:



Ich denke diese "Big Five" gehören auf jeden Fall zum Handwerkszeug von Social Media Managern und deswegen bilden sie die (sichtbare) Spitze des Web 2.0-Eisberges, der im Internet-Ozean treibt und damit auch die 'Top-5' unserer "20x Web 2.0-Liste".

Da verbleiben nur noch 15 magische Orte, die auf der Entdeckungsreise durch Mitmach-Web aufgespürt und besucht werden müssen - welche das sein werden, stelle ich hier bald vor.
Creative Commons Lizenzvertrag
Big Five in Social Media von Stefan Balazs steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.
Beruht auf einem Inhalt unter http://anderesachen.blogspot.de/2013/09/20x-web20-big-five-of-socia-media.html.

Freitag, 13. September 2013

20x Web2.0: Von welchen Plattformen Kommunikatoren mal was gehört haben sollten...


Facebook und Twitter sind in den Abteilungen für Unternehmenskommunikation der größeren und kleinen Firmen angekommen - zumindest haben alle Pressesprecher und "Kommunikanten" schon mal davon gehört oder kennen jemanden, der sich da auskennt. Immerhin.

Dabei ist Web 2.0 so viel bunter und umfangreicher. Aber was davon ist relevant? Was sollte man mal gesehen haben oder sich näher angucken?

Das Conservation Prisma kennt jeder - macht sich auch immer klasse zur Eröffnung einer Präsentation, mit der man Laien Social Media erklären oder näherbringen will. So richtig arbeiten kann man damit aber nicht - Nichts für ungut, lieber @briansolis, ansonsten finde ja vieles toll, was ich sonst von Dir so lese und das Prisma ist ja auch super!

Betrachte es mal als "Wahlzettel" und kreuzt an, was ihr für relevant, interessant oder auch nur unterhaltsam für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der U-Kom haltet:

Bei Twitter hatte ich auch schon mal nachfragt und folgende Vorschläge erhalten:

  • LinkedIn (dreimal genannt)
  • Pinterest (dreimal genannt)
  • Xing (zweimal genannt)

Alle weiteren wurden bisher nur einmal empfohlen:

Google+, Vine, Instagram, Slideshare, Flipboard, Motortalk, Zinmmerschau, Kaufmich

Ich nehm das mal als erste Anregung, bin aber an weiteren Vorschlägen - gerne auch begründet - interessiert.

Gastautoren, die den einen oder anderen Kanal und was man damit anstellen kann, gerne hier vorstellen möchten sind auch willkommen.